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Evangelische Kirche Zierenberg

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Wandmalereien - Bildergalerie

Kleine Auswahl aus dem großen Bilderprogramm der Kirche

Ev. Kirche Zierenberg - Secco-Wandmalereien - Hl. Martin und hl. Anna

Der hl. Martin und der Bettler

Die Geschichte des hl. Martin (4. Jahrhundert), des späteren Bischofs von Tours, der als junger Soldat in römischen Diensten in Gallien (Frankreich) kämpft und bei winterlicher Kälte vor den Toren der Stadt Amiens einem frierenden, in Lumpen gehüllten Bettler aus seiner Not hilft, ist sehr populär. Mit einem Schwerthieb teilt er seinen Mantel in zwei Teile und gibt dem Bettler eine Hälfte. In der folgenden Nacht erscheint dem Wohltäter im Traum Christus und dankt ihm für sein Opfer, ähnlich den Worten des Matthäus-Evangeliums: "Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan." (Mt. 25, 40)

Der Bettler, der auf allen Vieren kriechen muss, ist für das Mittelalter, das noch keine Prothesen kennt, ein geläufiges Bild. Die Darstellung der Martinslegende über dem Südportal der Kirche, dem traditionellen Ausgang, sollte vielleicht die Kirchgänger ermahnen, den vor dem Portal wartenden Bettlern ein Almosen zu geben.

Die hl. Anna Selbdritt

Das Wort "Selbdritt" bedeutet, dass hier drei Personen in einem Bild auftreten. Anna, die Mutter der Maria hält Maria im Arm, diese wiederum Jesus, es ist ein Bild der Geborgenheit. Bilder und Skulpturen mit diesem Titel tauchen im späten Mittelalter häufig auf.

Das hat im Wesentlichen zwei Gründe: Anna wird in der Bibel nicht erwähnt. Aber in einigen apokryphen Evangelien, d.h. in den Schriften, die nicht in den Kanon der Bibel aufgenommen wurden, ist dem Leben und der Herkunft der Maria ein breiterer Raum gewidmet. Das kam dem Bedürfnis der Menschen, mehr über die familiäre Situation von Maria und Jesus zu erfahren, entgegen.

Auf der anderen Seite wurde von der Kirche auch schon früh die Göttlichkeit der Maria betont: Das Konzil von Ephesus bezeichnete 431 n. Chr. Maria als Gottesgebärerin. Damit verband sich der Glaube an die "Unbefleckte Empfängnis". Mit dem wachsenden Marienkult im 13. Jahrhundert fiel auch auf Anna, die Mutter dieser außergewöhnlichen Jungfrau, ein Glanzlicht, sie wurde nun ebenfalls verehrt. Und so entstand das Andachtsbild der "Anna Selbdritt".

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