saeule-links (36K)

banner-1 (106K)

Evangelische Kirche Zierenberg

gruen (1K)

Die Stadtkirche

[ Bauperioden | Kirchturm | Turm-Ebenen:  2a  |  2b  |  3  |  4  |  5a  |  5b  |  6  ]

Inschriften und Bauperioden

Die gotische Kirche bildet seit jeher den Mittelpunkt der Stadt. Ihr Baubeginn fällt zeitlich mit der Gründung der Stadt zusammen. Ein Inschriftenstein in der Turmhalle gibt Hinweise zur Baugeschichte, die sich über Jahrhunderte erstreckte.

Inschriften (Übertragung)

"Der erste Fürst, der hier kam in Hessen, Heinrich war sein Name, Sankt Elisabeths TochterKind, die Tyrenberg Kirche baute, sind nach Gottes Geburt zwölfhundert Jahr und dreiundneunzig Jahr [1293], danach fünfzig Jahr aufgenommen, war die Mauer vollkommen."

"Gegeben im Jahr des Herrn 1430 am 6. [Tag] nach Pfingsten [andere Lesart: 1436 nach Pfingsten] ist der Bau dieserMauer begonnen worden. Der das gehauen hat, der ist [] wohl bekannt, Hans Meynworten wird er genannt."

 

Ev. Kirche Zierenberg - Kirchturm Ebenen
Eingang

Grundriss der
Zierenberger Kirche

Ev. Kirche Zierenberg - Kirchturm Ebenen
Skizze: Architekturbüro
Müntinga, Bad Arolsen

Bauperioden

1293-1343:
Chorraum (Ausmalung nach 1343), der östliche der beiden an seiner Nordwand angebauten Sakristei- bzw. Kapellenräume und das untere Turmgeschoss (bis Ebene 2); Materialwechsel von Sandsteinquaderwerk zu Kalkbruchstein in halber Höhe.

1343-1392:
Turm bis zur Ebene 5. Ein barocker Baluster im ersten Umgang mit Wappen und Jahreszahl "1392" gibt vermutlich ein mittelalterliches Baudatum wieder. Zwischen Ebene 4 und 5 erneuter Wechsel im Steinmaterial.

1430/36-1491:
Langhaus eingewölbt (1476), Wandmalereien (bis 1488) und der westliche, an den Chor angebaute Kapellen- oder Sakristeiraum (1491).

1491-1605:
Achteckgeschosse des Kirchturms mit Turmhelm. 1591 ist das Glockengeschoss fertiggestellt (bis Ebene 6) und das sich leicht verjüngende Geschoss über dem 2. Umgang im Bau (bis Ebene 8).Die Sandsteine stammen von der seit der Reformation aufgegebenen Kirche auf dem Schützeberg bei Wolfhagen (1527). Landgraf Wilhelm IV. genehmigte 1586 den Abbruch für den Weiterbau des Zierenberger Kirchturms.

1605
war der Turm mit Turmhaube und vier kleinen Gauben sowie Wetterfahne (oberhalb von Ebene 8) vollendet (vgl. Wilhelm Dilich 1605). Vorbild war der 1564/65 errichtete, ehemalige Südturm der Martinskirche in Kassel.

1605
wurden im Zuge der "Zweiten Reformation" unter Landgraf Moritz im Sinne der Lehre Calvins die Wandmalereien übertüncht und das Sakramentshäuschen (Chor) sowie das Weihwasserbecken Turmhalle) zerstört. Etwas später wurden die Emporen und die Kanzel eingebaut.

1711-1738:
Wiederaufbau der Turmspitze mit "welscher" Haube. Ein Stadtbrand im Jahr 1707 hatte den Turmhelm restlos zerstört.


 

Säulenfuß