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Evangelische Kirche Zierenberg

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Der Kirchturm

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Über der Turmhalle

Ebene 2a in 11m Höhe

Ev. Kirche Zierenberg - Kirchturm - Turmskizze

Dieses Geschoss gehört wie auch das Turmhallengeschoss (Ebene 1) der 1. Bauperiode an (1293-1343).

Die Mauerstärke im Turmhallengeschoss (Ebene 1) beträgt 3 m, die auf Ebene 2 dagegen 2 m. Die Wände bestehen aus einer inneren und einer äußeren Mauerschale. Die Hohlräume sind mit Geröll und Erde aufgefüllt.

Nach dem Aufstieg über die steinerne Wendeltreppe blickt man in Ebene 2 auf das bergartig aufgetürmte Gewölbe der Turmhalle.

Durch die Ringöffnung des Schlusssteins beförderte man sperrige und schwerere Baumaterialien und Versorgungsgüter, die nicht über die Wendeltreppe transportiert werden konnten.

Drei Röhrenöffnungen – zwei im Rundgang und eine am Fuß des Gewölbes – dienten zur Führung der Glockenseile. Bis 1 954 wurden die Glocken von Hand geläutet. Danach erfolgte eine Umstellung auf ein elektrisches Läutewerk.

Bei einem Blick auf die Balkenkonstruktion und in die oberen Geschosse kann man gut den Innenausbau des Turmes erkennen. Er spiegelt etwas wider von der hohen Kunst der Zimmermannsarbeit vergangener Jahrhunderte.

Dendrochronologische Untersuchungen (Altersbestimmung des Holzes) lassen vermuten, dass auf dieser Ebene nach der ersten Bauphase ein Glockengeschoss in Fachwerk aufgeschlagen war.


Die "hängende" Tür in der Ostwand zeigt nach der gründlichen Turmsanierung 2009/11 an, wie uneben und hoch der Gewölbeboden durch Auffüllungen und Ablagerungen über Jahrhunderte "gewachsen" war. Im Rahmen der Sanierung wurde der Dielenumgang eingebaut.

Hinter der "hängenden" Tür befindet sich ein schmaler, niedriger Durchgang, durch den man auf den Dachboden des Kirchenschiffs gelangen kann.

 

Säulenfuß