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Evangelische Kirche Zierenberg

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Der Kirchturm

[ Bauperioden | Kirchturm | Turm-Ebenen:  2a  |  2b  |  3  |  4  |  5a  |  5b  |  6  ]

Dachgeschoss über dem Kirchenschiff

Ebene 2b in 11m Höhe

Ev. Kirche Zierenberg - Kirchturm - Turmskizze

Von einem 1999 eingebrachten Podest kann man die Gewölbe der drei Joche des Mittelschiffes und der etwas niedrigeren Seitenschiffe, sowie östlich von diesen die Gewölbe des Chorraumes sehen.

1447 wurde die Dachkonstruktion aufgeschlagen. An der Ostwand des Turms ist noch der Ansatz eines ehemaligen Dachstuhls sichtbar, der 1476 den Gewölben des Mittelschiffs angepasst wurde.

Sehr eindrucksvoll wirkt die dreigeschossige mittelalterliche Balkenkonstruktion dieses Dachstuhls. Auf den Balken über dem Gewölbe des Mittelschiffs stellen die "Andreaskreuze" die Aussteifung des Dachstuhls in der Querrichtung her.

Die abgeschnittenen Querbalken lassen vermuten, dass die ursprünglich flachgedeckte Kirche erst später eingewölbt wurde (1476).

Eine ringförmige Öffnung im östlichen Gewölbe des Mittelschiffs – im Kirchenschiff als Schlussstein eingebracht – diente zur Belüftung. Im Volksmund wurde diese „Öffnung“ auch als "Himmelsloch" oder "Heiliggeistloch" bezeichnet. Diese Bezeichnungen weisen auf ehemals liturgisch geprägte Riten bei Himmelfahrts- und Pfingstgottesdiensten hin.

Vor der Turmwand stehen auf dem Podest 2 Holztruhen mit Gebeinen aus Gräbern des 1. Zierenberger Friedhofs, der 1563 aufgegeben wurde. Die Gebeine wurden beim Einbau einer Warmluftheizung im Jahr 1950 gefunden und auf den Kirchdachboden gebracht.

Seit den notwendigen Zimmermannsarbeiten in den Jahren 1998/1999 werden sie in den beiden Holztruhen (Ossarien) aufbewahrt.


Ursprünglich war das Satteldach über dem Langhaus mit Sandsteinplatten bedeckt.

1883 wurde es mit Schiefer und 1956 mit Biberschwanzziegeln belegt.

 

Säulenfuß