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Evangelische Kirche Zierenberg

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Die Stadtkirche

[ Bauperioden | Kirchturm | Turm-Ebenen:  2a  |  2b  |  3  |  4  |  5a  |  5b  |  6  ]

Der Kirchturm

Außen

Ev. Kirche Zierenberg - Kirchturm außen
Ev. Kirche Zierenberg
Kirchturm Südseite
Fotos: Rainer Stück

Ev. Kirche Zierenberg - Kirchturm Steinmetzzeichen
Steinmetzzeichen und Zangenloch

Schon von weitem ist der mächtige Kirchturm zu sehen. Er erhebt sich mit 49 m Höhe über die Dächer der Stadt. Kirchtürme geben Orientierung, haben identitätsstiftende Funktion und sind Mittelpunkt eines Gemeinwesens. Sie verbinden die Erde mit dem Himmel.

Sind die unteren Geschosse in Zierenberg auf quadratischem Grundriss von rund 12 x 12 m erbaut Ebenen 1-5, so gehen sie oberhalb des ersten Umgangs ins Achteck über (Ebenen 5-8).

1543 baute man an die Südseite des Kirchturms ein Schulgebäude mit drei Stockwerken. Es wurde 1818 abgerissen. Noch heute sind die Konsolsteine, auf denen das Gebälk des Schulhauses ruhte, zu erkennen.

In den behauenen Sandsteinen des 1. Geschosses sieht man im Außenmauerwerk viele Zangenlöcher für die im Mittelalter üblichen Baugeräte. Darüber hinaus befinden sich auf den Sandsteinen der Südseite über 20 verschiedene Steinmetzzeichen.

2009/2011 wurde der Turm saniert. Im Mauerwerk oberhalb der Ebene 2 wurden viele Steine ausgetauscht und der Turmhelm wurde mit Schiefer neu belegt. Die Wetterfahne trägt die Jahreszahlen "1293-2009".

Innen

Durch das spitzbogige Westportal betritt man die Turmhalle. Am Eingang befinden sich Schleifrillen im Gewände. Dafür gibt es verschiedene Deutungen. Vermutlich hat man den Sandstein zum Schärfen von Klingen benutzt.

In der Turmhalle sind links neben dem Eingang zum Kirchenschiff die Reste eines Weihwasserbeckens erkennbar.

Zwei Kreuzigungsreliefs, die vielleicht früher zu Grabsteinen des 1563 geschlossenen Kirchhofs gehörten und danach im Mauerwerk des oberen Umgangs bzw. an der Ostseite des südlichen Seitenschiffs eingemauert waren, wurden 1985 hier aufgestellt.

Als Schlussstein des gotischen Deckengewölbes ist ein Ringstein mit einer Öffnung eingefügt (s. Über der Turmhalle, Ebene 2).

Durch eine Tür gelangt man in den nördlich gelegenen Treppenturm. Er erschließt das zweite Turmgeschoss (Ebene 2). Von dort gelangt man über Holztreppen zu den Stockwerken mit den Uhrwerken (Ebene 3 und 4), zum Glockengeschoss mit Umgang (Ebene 5), von dort zur Türmerstube mit 2. Umgang (Ebene 6) und schließlich zum Bodenraum darüber (Ebene 7 bis 8), über dem sich die Holzkonstruktion des Turmhelms erhebt.

 

Säulenfuß