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Der hl. Christophorus

Der überlebensgroße Hl. Christophorus an der nördlichen Chorwand steht steif und feierlich vor uns, stützt sich mit seiner Rechten auf einen dicken Wanderstab und trägt auf der linken Schulter das Christuskind.

Der Legende nach wollte der riesenhafte Mann dem mächtigsten Herrscher der Welt dienen. Den fand er schließlich in Gestalt des Kindes, das er über den Fluss trug. Es prophezeit ihm, dem knapp dem Ertrinkungstod Entronnenen: "Du hast nicht allein alle Welt auf deinen Schultern getragen, sondern auch den, der die Welt erschaffen hat."

Mit der Betrachtung des Christusträgers verband sich der im Spätmittelalter weitverbreitete Glaube, vor dem jähen, unvorbereiteten Tod ohne Sterbesakramente geschützt zu sein. Davon ist in der Inschrift im Schildbogen die Rede, die hier nur fragmentarisch erhalten ist: "sancti xpofori faciem [quicumque tuetur] illo morte die subitanea non morietur" – Jeder, der das Gesicht des heiligen Christophorus sieht, wird an jenem Tag nicht des plötzlichen Todes sterben.